Die Sache mit der Sichtbarkeit

Wie ich an einem Abend ein T-Shirt mit einem fetten Davidstern trug und beschloss, daraus keine Challenge zu machen

An jenem Abend hatte ich ein Interview mit Peter Wesely vom Verein Wirtschaft für Integration, der meinen Blog in seiner Serie „Mutmacher“ vorstellen wollte (Hier ist der Link zu seinem Text – vielen Dank noch einmal dafür!). Da ich wusste, dass er auch ein kurzes Video drehen wollte, habe ich mein Shalom, Oida!-T-Shirt vom jüdischen Filmfestival angezogen, das ihr schon von diesem Blogpost her kennt. Mag sein, dass ich damit Klischees bedient habe, aber ich finde das T-Shirt einfach cool. Jedenfalls trete ich auf die Straße und auf einmal sackt die Erkenntnis schwer in meine Magengrube: Ich gebe gerade zeitweilig einen Teil des Privilegs auf, das mich mein ganzes Leben lang begleitet und beschützt hat: Nicht als Jüdin erkennbar zu sein.[1] Weiterlesen „Die Sache mit der Sichtbarkeit“

Interreligiöse Normalität Teil V: Der Garten der Religionen in Stift Altenburg

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Alle Bilder in diesem Beitrag (c) Davidssplitter, 2018

Als Reaktion auf meinen Abschiedsbrief in der Zeitschrift meiner Arbeitsstelle hat mir unser Beiratsmitglied Altabt Christian von Stift Altenburg eine sehr liebe E-Mail geschrieben, in der er mich auch eingeladen hat, den „Garten der Religionen“ zu besuchen, den sein Stift vor einigen Jahren angelegt hat. Da ich im Sommer ohnehin in der Nähe war und gerade für den Führerschein Autofahren übe, habe ich meine Mischpoche eingepackt und sie wohlbehalten, aber mit überschaubaren 60 kmh Maximalgeschwindigkeit, nach Altenburg gebracht.

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Muskeljudentum

Was ihr nie über das Judentum wissen wolltet, ich euch aber trotzdem erzähle – Teil I

Junge Frau mit einem T-Shirt, auf dem "Shalmon, Oida!" steht, hebt schwere Kurzhanteln
That’s me. Bitte seid so gut und sagt mir, wenn ihr die Bilder aus diesem Beitrag irgendwo verwendet bzw. gebt einen Verweis auf diesen Blog dazu. Danke!

„Und worüber schreibst du deine Masterarbeit?“

„Muskeljudentum.“

„PffrrrhahahahWAS?“

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Davidssplitter wurde bei den Mutmacher-Stories des Vereins Wirtschaft für Integration gefeatured!

Mutmacher

Der Verein „Wirtschaft für Integration“ wurde 2009 gegründet mit dem Ziel „einen neuen, potenzialorientierten Zugang zu dem Thema Integration in Österreich zu positionieren„. Seit 77 Wochen präsentiert Geschäftsführer Peter Wesely jeden Montag eine Initiative unter dem Titel „Mutmacher-Stories“ – und letzte Woche wurde auch mein Blog dort präsentiert. Ich habe mich zwar etwas gewundert, was jüdisches Leben in Wien mit Integration zu tun haben soll, stammt doch der erste Nachweis für Judentum im Gebiet des heutigen Österreich aus der Römerzeit. Aber Peter hat mir versichert, dass es auch einfach um Minderheiten in Österreich und Bewusstsein für diese geht. Wir hatten ein nettes Gesprächsinterview, bei dem er auch zwei kurze Videoclips gemacht hat, die ihr in seinem Bericht ansehen könnt. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, Menschen auf den Blog hinzuweisen, und kann nur hoffen, dass er tatsächlich jemandem Mut macht – oder einfach Freude.