Das patriarchale Judentum?!?

Es ist jetzt schon etwas her, dass ich beruflich im interreligiösen Dialog aktiv war. Aber immer wieder muss ich an eine Situation denken, die mich damals unheimlich aufgeregt hat und die so bezeichnend dafür ist, wie Vorurteile das Miteinander prägen. Und auch, wie schwer es ist, dagegen anzugehen. Nicht einmal als deklarierte Dialogpartnerin kann man immer rechtzeitig wissen, dass man gerade mit der Brille eines Vorurteils wahrgenommen wird.

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Wien, mein Stetele Wien – Teil 2: Essen einkaufen

Teil 2: Essen einkaufen

Im zweiten Teil unseres gemeinsamen Rundgangs durch mein persönliches Wien möchte ich euch ein paar jüdische Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel näherbringen (denn Essen spielt eine wichtige Rolle bei uns, wie alle wissen, die diesen Blog öfter lesen!). Wer sich schon ein Wenig mit Kaschrut beschäftigt hat, weiß, dass wo sich eine frumme Kehille findet, koschere Geschäfte nicht weit sein können. Die Speisegebote der Torah sind noch recht simpel: Iss nur Vögel, die auf dieser Liste stehen. Iss nur Fisch, wenn er Schuppen und Flossen hat. Iss nur Fleisch, wenn es von einem wiederkäuenden Paarhufer stammt. Iss bloß kein Blut, Insekten sind igittigitt, und vermeide es, ein Ziegenjunges in der Milch seiner Mutter zu kochen. Weiterlesen „Wien, mein Stetele Wien – Teil 2: Essen einkaufen“

Ist die Demokratie bedroht?

Aber wenn ja, welche, wo, in welchem Zeitrahmen und auf welche Weise?

Von April bis September 2019 steht das Programm des Deutschen Historischen Museums ganz im Zeichen der Demokratie. Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade des DHM, deren Texte auch im Demokratielabor von 04.04. bis 04.08. als Diskussionsgrundlage dienen werden. Blogger_innen sind herzlich eingeladen, ihre Gedanken zum Thema Demokratie zu teilen!


Über Demokratie diskutiert man in meinem Umfeld nicht. In der Schule schon hieß es, sie hätte zwar ihre Fehler, sei aber noch immer das beste System, das wir hätten, und damit basta. Ich bin zwar irgendwann auch einem Monarchisten über den Weg gelaufen, der sich ob seiner adeligen Abstammung für genetisch befähigt hielt, über andere zu herrschen – er war Lehrer. Aber im Großen und Ganzen waren Skepsis und Zweifel gegenüber der Demokratie etwas, mit dem ich gerade mal beim Zeitunglesen konfrontiert war.

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