Die zweite Kerze: Channukkah mit den Chipmunks

Zugegeben, das Video gestern hatte nicht sooo viel mit Channukkah zu tun. Damit aber doch noch früh genug öltriefende Feiertagsstimmung aufkommt, hier ein Video, in dem die Chipmunks Channukkah besingen und dabei von ihrem Oheim Dave liebevoll auf Jiddisch beschimpft werden (wer auch immer das Video gemacht hat, hat womöglich einfach alle jiddischen Wörter, die er_sie kennt, eingebaut). Oh, und sie heißen nicht Alvin, Simon und Theodore, sondern Melvin, Simon und Moishe! Wenn ihr euch das Video auf YouTube anschaut, findet ihr auch die Lyrics darunter, zusammen mit einem Glossar der verwendeten jiddischen Wörter.

Die erste Kerze: Moses vs Santa Claus

Weil Feiertage immer eine gute Zeit sind, um sich ins Bett zu kuscheln und Filme zu schauen (außer du bist orthodox und benutzt keine elektrischen Geräte), werde ich hier jeden Tag ein Video aus meiner persönlichen Highlight-Sammlung online stellen, das mit Channukkah im weitesten Sinne zu tun hat.

Das erste Kerzenzünden fällt für uns in diesem Jahr genau auf den ersten Advent. Man kann das natürlich als Zeichen der Gemeinsamkeit und Verbundenheit sehen. Aber spaßhalber teile ich mit euch mein liebstes Epic Rap Battle of History: Moses VS Santa Claus.

Lasst uns über Georg Egger reden

Wie es ist, sowohl Opfer- als auch Täternachkommin zu sein

Mittlerweile gibt es Forschung zu den Traumata, die von Generation zu Generation innerhalb der Familien der Opfer der Schoah weitergegeben werden. Auch gibt es Forschung zu Denk- und Verhaltensmustern, die häufig in Täterfamilien auftauchen. Ersteres wird mit transgenerationalem Trauma bezeichnet, Zweiteres würde ich eher eine transgenerationale Verstrickung nennen. Aber es gibt so gut wie kein Material dazu, was es bei Menschen auslöst, sowohl Opfer- als auch Tätervorfahr_innen zu haben.[1] So wie ich zum Beispiel.

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Gastbeitrag auf y-nachten.de: Mission is possible, aber manchmal trotzdem unmöglich

Mission2

Als ich im Mai das letzte Mal für y-nachten.de geschrieben habe, haben sich zwei Themen angeboten: Das Auswandern und die stärker werdende Missionsbewegung in der katholischen Kirche. Ersteres ist mir leichter gefallen, daher habe ich es zuerst aufgegriffen; letzteres war sehr schwierig, aber es hat sich ausgezahlt. Um zu diesem Text zu kommen, habe ich drei Entwürfe geschrieben, einige Gespräche mit Katholik_innen geführt und, na ja, zumindest das Vorwort eines Buches gelesen. Danke an Franca und die anderen Redakteur_innen für eure Geduld, Unterstützung und das Abfeiern des letzten Satzes auf Twitter!

Die Sache mit der Sichtbarkeit

Wie ich an einem Abend ein T-Shirt mit einem fetten Davidstern trug und beschloss, daraus keine Challenge zu machen

An jenem Abend hatte ich ein Interview mit Peter Wesely vom Verein Wirtschaft für Integration, der meinen Blog in seiner Serie „Mutmacher“ vorstellen wollte (Hier ist der Link zu seinem Text – vielen Dank noch einmal dafür!). Da ich wusste, dass er auch ein kurzes Video drehen wollte, habe ich mein Shalom, Oida!-T-Shirt vom jüdischen Filmfestival angezogen, das ihr schon von diesem Blogpost her kennt. Mag sein, dass ich damit Klischees bedient habe, aber ich finde das T-Shirt einfach cool. Jedenfalls trete ich auf die Straße und auf einmal sackt die Erkenntnis schwer in meine Magengrube: Ich gebe gerade zeitweilig einen Teil des Privilegs auf, das mich mein ganzes Leben lang begleitet und beschützt hat: Nicht als Jüdin erkennbar zu sein.[1] Weiterlesen „Die Sache mit der Sichtbarkeit“

Davidssplitter wurde bei den Mutmacher-Stories des Vereins Wirtschaft für Integration gefeatured!

Mutmacher

Der Verein „Wirtschaft für Integration“ wurde 2009 gegründet mit dem Ziel „einen neuen, potenzialorientierten Zugang zu dem Thema Integration in Österreich zu positionieren„. Seit 77 Wochen präsentiert Geschäftsführer Peter Wesely jeden Montag eine Initiative unter dem Titel „Mutmacher-Stories“ – und letzte Woche wurde auch mein Blog dort präsentiert. Ich habe mich zwar etwas gewundert, was jüdisches Leben in Wien mit Integration zu tun haben soll, stammt doch der erste Nachweis für Judentum im Gebiet des heutigen Österreich aus der Römerzeit. Aber Peter hat mir versichert, dass es auch einfach um Minderheiten in Österreich und Bewusstsein für diese geht. Wir hatten ein nettes Gesprächsinterview, bei dem er auch zwei kurze Videoclips gemacht hat, die ihr in seinem Bericht ansehen könnt. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, Menschen auf den Blog hinzuweisen, und kann nur hoffen, dass er tatsächlich jemandem Mut macht – oder einfach Freude.