Homestory: Was unser Zuhause zu einem jüdischen Haushalt macht

Eine Reihe von blauem Geschirr, teils mit hebräischen Schriftzeichen.
Unser Schabbes- und Jontef-Geschirr, teilweise selber bemalt. Alle Bilder in diesem Beitrag sind Eigentum von Davidssplitter und dürfen nur mit Genehmigung vervielfältigt und verändert werden. Dankeschön!

„Building a Jewish Home“ – das Thema zahlreicher Seminare, Websites[1] und ein genereller Wunsch vieler Jüd_innen, egal welcher Ausrichtung. Dabei spielen auch Identity Shopping und jüdischer Kitsch eine Rolle. Insbesondere gemischtreligiösen Paaren wird vorgeworfen, dass sie schwer ein jüdisches Zuhause schaffen können, in dem eventuell vorhandene Kinder dann eine starke jüdische Identität entwickeln. Die Kinderfrage ist bei uns noch in weiter Ferne, aber wie ich zuhause einen Ort schaffen kann, der mich in meinem Judentum bestärkt (und auch Balthasar Platz für seinen Glauben lässt), beschäftigt mich.

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Geliebter Goj – Ich habe heute leider keine Smicha für dich!

Wenn ich Zeit und Kraft zum Kämpfen hätte, gäbe es eine Sache in meiner Community, die ich versuchen würde zu ändern.

Meine Mutter und ich machten als ich elf war eine Reise nach Irland. Als wir einen Zwischenstopp bei einer englischen Rabbinerin einlegten, erzählte diese mir, dass ihr Mann vom Islam zum Judentum konvertiert sei, um ihr die Smicha[1] zu ermöglichen. Es wurde ihr nicht ermöglicht, in einer interreligiösen Beziehung zu leben und gleichzeitig als Rabbinerin arbeiten zu können. Weiterlesen „Geliebter Goj – Ich habe heute leider keine Smicha für dich!“

Geliebter Goj – Schabbesgoj?

Zwei brennende Kerzen in Messingleuchtern
Das sind unsere am Flohmarkt erstandenen Schabbesleuchter. Copyright liegt bei mir.

Nachdem Balthasar und ich schon fast zwei Monate zusammenleben, bemerke ich, dass er sich gut an meine jüdische Art zu argumentieren angepasst hat.

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Geliebter Goj – Chamez uMazzah

Blumenstrauß vor Matzot-Packungen.
Unser Pessachtisch mit Dinkel-Vollkorn-Mazzot (ich glaub das qualifiziert mich als Bobo). Selbergemachtes Foto, falls es verwendet wird bitte auf diesen Blog verweisen.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“, sagte Balthasar melancholisch, als er die letzte Horalky-Waffel aus seinem Schokoladenglas nahm und in seine Tasche steckte. Es war wenige Tage vor dem ersten Pessach, das wir zusammenlebend feiern würden. Seit Tagen hatten wir nichts als restliches Brot, restliche Nudeln und restliche Schokoladenwaffeln gegessen.

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Geliebter Goj – Gleichstand

Eine der schönen Dinge an der Beziehung zwischen Balthasar und mir ist, dass ein gewisser Gleichstand zwischen uns herrscht. Weiterlesen „Geliebter Goj – Gleichstand“

Geliebter Goj – Die Sauerrahm-Apfelmus-Debatte

Zu Channukkah isst man Latkes, das sind in viel Fett herausgebackene Kartoffellaberln. Wenn das Öl heruntertrieft, sollen wir daran denken, dass Gott nach der Widereinweihung des Tempels durch die Makkabäer eine kleine Ölmenge acht Tage lang hat halten lassen, bis neues reines Öl für den Tempelleuchter hergestellt war. Darüber sind wir Jüdinnen und Juden uns einig. Worüber erbittert diskutiert wird, ist, ob die Latkes mit Sauerrahm oder mit Apfelmus verzehrt werden sollen. Weiterlesen „Geliebter Goj – Die Sauerrahm-Apfelmus-Debatte“

Geliebter Goj – Jüdische Gastfreundschaft

Einmal waren Balthasar und ich zusammen im Ausland in der Synagoge, in Wales. Meine Vorbereitungsversuche liefen nach einem vertrauten Muster ab: Ich schrieb eine E-Mail an die jüdische Gemeinde und bekam auch beim zweiten Nachfragen keine Antwort. Weiterlesen „Geliebter Goj – Jüdische Gastfreundschaft“