Tagebuch einer jüdischen Theologiestudentin

Bild von einem Notizbuch
Mein Studienzeittagebuch.

Als ich mich entschieden hatte, evangelische Theologie zu studieren, bereitete ich mich auf alle möglichen Arten vor: Ich sprach mit dem Landessuperintendenten der evangelischen Kirche HB, der mir ein Gespräch mit einer Theologiestudentin vermittelte; ich plante hingebungsvoll mein Semester; und als eine Freundin meiner Mutter mir ein besonders edles Notizbuch schenkte, beschloss ich, meine aufregende erste Studienzeit darin festzuhalten. Weiterlesen „Tagebuch einer jüdischen Theologiestudentin“

Reisetagebuch Heppenheim, Tag 4, Stand 13:46

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08:58

Mein Zug geht erst in einiger Zeit, also sitze ich noch im Frühstücksraum und blättere durch meine Notizen, um zu schauen, ob ich euch noch etwas Interessantes erzählen könnte. Mein Zerstörtheitsfaktor ist ungefähr wie nach einem Festival. Konferenzen sind wie Festivals, bloß dass man sich weniger bewegt und mehr redet. Weiterlesen „Reisetagebuch Heppenheim, Tag 4, Stand 13:46“

Reisetagebuch Heppenheim, Tag 3, Stand 23:37

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08:19

Heute ist der letzte Arbeitstag, morgen reisen alle wieder ab. Was ich immer wieder feststelle, und ich bin gespannt, ob es heute auch so sein wird: Wenn sich eine Gruppe auf einen Abschied vorbereitet, kommt es zu Spannungen. Auf mehrtägigen Workshops etwa ist der Tag vor dem letzten Tag häufig gezeichnet von Konflikten und hochwallenden Emotionen. Weiterlesen „Reisetagebuch Heppenheim, Tag 3, Stand 23:37“

Reisetagebuch Heppenheim, Tag 2, Stand 20:03

Statue von Martin Buber
Gestern Nachmittag im sonnigen Heppenheim. Diese Statue von Martin Buber steht gegenüber dem Hauptquartier des ICCJ.

08:53

Gestern gab es nur ein kurzes Sich-Auf-Den-Letzten-Stand-Bringen mit Anette Adelmann, der Geschäftsführerin des ICCJ. Sie ist eben erst von einer richtigen Reisetournee zurückgekehrt: Eine Eröffnung eines interreligiösen Zentrums in Ägypten, eine Reise nach Israel, anschließend gleich nach Lund, wo wenn ich mich richtig erinnern kann die nächste ICCJ World Conference stattfinden wird. Außerdem sind gestern ein deutsch-türkischer und ein iranischer Kollege sowie eine Kollegin aus den USA eingetroffen. Weiterlesen „Reisetagebuch Heppenheim, Tag 2, Stand 20:03“

Reisetagebuch Heppenheim, Tag 1, Stand 16:58

Wegrennen vor dem Killerwal, Routine und Restmüll, Gender und Germanen

06:45

Heute wird hauptsächlich ein Reisetag. So was ist nicht nur aufregend, sondern hat auch seine unerfreulichen und rätselhaften Seiten. Die Bierfahne, die den hustenden und rotzenden Mann dir gegenüber umweht. Die Festhalteschlaufe eines Wiener Busses, die unvermittelt an einer Säule hängt. Warum? Hat jemand sie aus Jux und Tollerei dort hingehängt? War es aus einem sozialen Gedanken heraus, damit sich ein gefallener Sandler dort wieder aufrichten kann? Und: Kann man die Anzeige der Bahnhofstafel auch als „Renn weg – Killerwal“ lesen?

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Interreligiöse Arbeit in der Praxis: Reise zum Martin-Buber-Haus

Oft, wenn ich auf Reisen bin, schreibe ich ein Reisetagebuch. Darin halte ich fest, was ich erlebe, wie es mir geht, und auf Dienstreisen auch meine Pläne und Routinen, um mich geistig und körperlich gesund zu halten. Morgen Früh beginnt meine letzte Dienstreise im Rahmen meiner Arbeitszeit beim Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit und ich möchte die Gelegenheit nutzen, euch einen Einblick in die Praxis des interreligiösen – und internationalen – Dialogs zu geben. Weiterlesen „Interreligiöse Arbeit in der Praxis: Reise zum Martin-Buber-Haus“

Interreligiöse Normalität Teil V: Der Garten der Religionen in Stift Altenburg

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Alle Bilder in diesem Beitrag (c) Davidssplitter, 2018

Als Reaktion auf meinen Abschiedsbrief in der Zeitschrift meiner Arbeitsstelle hat mir unser Beiratsmitglied Altabt Christian von Stift Altenburg eine sehr liebe E-Mail geschrieben, in der er mich auch eingeladen hat, den „Garten der Religionen“ zu besuchen, den sein Stift vor einigen Jahren angelegt hat. Da ich im Sommer ohnehin in der Nähe war und gerade für den Führerschein Autofahren übe, habe ich meine Mischpoche eingepackt und sie wohlbehalten, aber mit überschaubaren 60 kmh Maximalgeschwindigkeit, nach Altenburg gebracht.

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