Geliebter Goj – Was wäre, wenn?

Es ist schön, eine interreligiöse Beziehung zu haben. Man hat einen Haufen romantischer Projektionen bezüglich der Religion der_s Partner_in und lässt sich auch von dessen_deren realitätskundigen Protesten schwer desillusionieren. Weiterlesen „Geliebter Goj – Was wäre, wenn?“

Wer bestimmt die Themen im christlich-jüdischen Dialog?

„Dialogue is so christian-driven.“ (Dick Pruiksma)

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„Niemand streichelt dich.“ Ein Unterschied im Leben von Muslim_innen und Jüd_innen

Vor einiger Zeit bin ich mit einer muslimischen Freundin auf einen Tee zusammengesessen. Dabei hat sie mir ihr Leid geklagt über die vielen Nichtmuslim_innen, die sie schon aufgrund ihres Kopftuchs für eine Terroristin halten, erstaunt sind, wenn sie hören, dass sie Post-Doc auf einer renommierten deutschen Universität ist und ihr ganz generell ihre Projektionen aufdrücken. „Das ist die Realität“, seufzte sie, „Niemand streichelt dich.“

Nun, wir Jüd_innen haben genau das umgekehrte Problem. Weiterlesen „„Niemand streichelt dich.“ Ein Unterschied im Leben von Muslim_innen und Jüd_innen“

Geliebter Goj – Schabbesgoj?

Zwei brennende Kerzen in Messingleuchtern
Das sind unsere am Flohmarkt erstandenen Schabbesleuchter. Copyright liegt bei mir.

Nachdem Balthasar und ich schon fast zwei Monate zusammenleben, bemerke ich, dass er sich gut an meine jüdische Art zu argumentieren angepasst hat.

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Jüdische Spuren entdecken

Jüdische Spuren Entdecken
Christin auf Spurensuche. Alle Bilder dieses Beitrags sind Eigentum von Davidssplitter und dürfen ohne vorher erteilte Erlaubnis nicht vervielfältigt oder verändert werden. In Deutsch: Ich hätte ganz gerne Kontrolle über das Werk meiner Hände, bittedanke;-)

Bei mir in der Arbeit gibt es eine Bücherwand, die voll ist mit Titeln wie „Verloschene Spuren“ oder „Jüdische Spuren in Soundso“. Regelmäßig werden Exkursionen und Veranstaltungen über jüdische Spuren hier und dort abgehalten. Als ich letztens eingeladen wurde, einen Vortrag zu „Jüdischen Spuren in den Evangelien“ zu halten, hat es mir gereicht. Was will man jüdische Spuren suchen in Texten, die teils von Juden über einen Juden und seine jüdischen Anhänger in Judäa geschrieben wurden? Weiterlesen „Jüdische Spuren entdecken“

Interreligiöse Normalität Teil I: The Tablecloth Shop

Oft habe ich hier gesudert. Für die, die nicht wissen, was sudern ist: es heißt so viel wie koffern.[1] Auch nicht? Na gut, ich habe mich beklagt. Aber ich möchte auch zeigen, dass die Welt mancherorts schon gut ist, dort, wo es Platz für mehr als eine Religion gibt und wo niemand Angst hat, dass ihm ein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auch an Minderheiten denkt. Ich nehme euch mit an ein paar Lieblingsorte, wo Menschen unterschiedlicher Religionen Raum füreinander gemacht haben. Nachdem vor nicht allzu langer Zeit Pessach und Ostern waren, fange ich mit einer glücklich machenden Entdeckung auf der Taborstraße an. Weiterlesen „Interreligiöse Normalität Teil I: The Tablecloth Shop“

Geliebter Goj – Chamez uMazzah

Blumenstrauß vor Matzot-Packungen.
Unser Pessachtisch mit Dinkel-Vollkorn-Mazzot (ich glaub das qualifiziert mich als Bobo). Selbergemachtes Foto, falls es verwendet wird bitte auf diesen Blog verweisen.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“, sagte Balthasar melancholisch, als er die letzte Horalky-Waffel aus seinem Schokoladenglas nahm und in seine Tasche steckte. Es war wenige Tage vor dem ersten Pessach, das wir zusammenlebend feiern würden. Seit Tagen hatten wir nichts als restliches Brot, restliche Nudeln und restliche Schokoladenwaffeln gegessen.

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