Interreligiöse Normalität Teil I: The Tablecloth Shop

Oft habe ich hier gesudert. Für die, die nicht wissen, was sudern ist: es heißt so viel wie koffern.[1] Auch nicht? Na gut, ich habe mich beklagt. Aber ich möchte auch zeigen, dass die Welt mancherorts schon gut ist, dort, wo es Platz für mehr als eine Religion gibt und wo niemand Angst hat, dass ihm ein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auch an Minderheiten denkt. Ich nehme euch mit an ein paar Lieblingsorte, wo Menschen unterschiedlicher Religionen Raum füreinander gemacht haben. Nachdem vor nicht allzu langer Zeit Pessach und Ostern waren, fange ich mit einer glücklich machenden Entdeckung auf der Taborstraße an. Weiterlesen „Interreligiöse Normalität Teil I: The Tablecloth Shop“

Geliebter Goj – Chamez uMazzah

Blumenstrauß vor Matzot-Packungen.
Unser Pessachtisch mit Dinkel-Vollkorn-Mazzot (ich glaub das qualifiziert mich als Bobo). Selbergemachtes Foto, falls es verwendet wird bitte auf diesen Blog verweisen.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“, sagte Balthasar melancholisch, als er die letzte Horalky-Waffel aus seinem Schokoladenglas nahm und in seine Tasche steckte. Es war wenige Tage vor dem ersten Pessach, das wir zusammenlebend feiern würden. Seit Tagen hatten wir nichts als restliches Brot, restliche Nudeln und restliche Schokoladenwaffeln gegessen.

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Gimme the Kitsch!

Mir ist klar, dass für praktizierende Christ_innen Weihnachtsramsch und Osterrummel kein authentischer Ausdruck der religiösen Bedeutung ihrer Feiertage sind. Aber die in glänzende Folie eingehüllten Schokoladennikoläuse und die bunt gefärbten Ostereier, die inflationär die Supermärkte schon Monate von dem eigentlichen Fest überfluten, sind auch Reviermarker des so genannten „christlichen Abendlandes“. Weiterlesen „Gimme the Kitsch!“