„Es ist eben nicht das Judentum. Ich finde es entsetzlich.“

Tagebuch einer jüdischen Theologiestudentin Teil III

Es ist so weit: Auf Anfrage hier einer der wohl problematischsten Abschnitte aus meinem Studienanfangstagebuch, betreffend Luther und die Rechtfertigungslehre. Ich werde da gar nicht bis zum Ende warten, sondern schon die einzelnen Abschnitte aus meiner heutigen Perspektive kommentieren. Falls ihr noch etwas diskutieren oder klarstellen oder eure Meinung dazugeben wollt, könnt ihr das gerne bei den Kommentaren unten tun. Weiterlesen „„Es ist eben nicht das Judentum. Ich finde es entsetzlich.““

No Jew’s Land

Tagebuch einer jüdischen Theologiestudentin, Teil II

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Als ich begonnen habe, evangelische Fachtheologie zu studieren, habe ich ein Tagebuch geschrieben, von dem ich einen Auszug hier online gestellt habe. Dabei war ich sehr vorsichtig. Zum Einen habe ich über einiges ziemlich kritisch geschrieben und wollte hier niemanden verletzen, zum Anderen war ich damals einfach eine 18jährige Studentin mit bestimmten Ansichten und Ausdrucksweisen, und bin heute eine 26jährige Frau, die einen Haufen Erfahrungen gemacht hat und vieles nicht mehr so sieht wie damals. Als Feedback habe ich jedoch eine Ermunterung bekommen, doch auch die schwierigen Dinge zu teilen. Also werde ich das vorsichtig versuchen – aber für alle Fälle aus meiner heutigen Perspektive kommentiert.

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Reisetagebuch Heppenheim, Tag 4, Stand 13:46

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08:58

Mein Zug geht erst in einiger Zeit, also sitze ich noch im Frühstücksraum und blättere durch meine Notizen, um zu schauen, ob ich euch noch etwas Interessantes erzählen könnte. Mein Zerstörtheitsfaktor ist ungefähr wie nach einem Festival. Konferenzen sind wie Festivals, bloß dass man sich weniger bewegt und mehr redet. Weiterlesen „Reisetagebuch Heppenheim, Tag 4, Stand 13:46“

Reisetagebuch Heppenheim, Tag 3, Stand 23:37

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08:19

Heute ist der letzte Arbeitstag, morgen reisen alle wieder ab. Was ich immer wieder feststelle, und ich bin gespannt, ob es heute auch so sein wird: Wenn sich eine Gruppe auf einen Abschied vorbereitet, kommt es zu Spannungen. Auf mehrtägigen Workshops etwa ist der Tag vor dem letzten Tag häufig gezeichnet von Konflikten und hochwallenden Emotionen. Weiterlesen „Reisetagebuch Heppenheim, Tag 3, Stand 23:37“

Reisetagebuch Heppenheim, Tag 1, Stand 16:58

Wegrennen vor dem Killerwal, Routine und Restmüll, Gender und Germanen

06:45

Heute wird hauptsächlich ein Reisetag. So was ist nicht nur aufregend, sondern hat auch seine unerfreulichen und rätselhaften Seiten. Die Bierfahne, die den hustenden und rotzenden Mann dir gegenüber umweht. Die Festhalteschlaufe eines Wiener Busses, die unvermittelt an einer Säule hängt. Warum? Hat jemand sie aus Jux und Tollerei dort hingehängt? War es aus einem sozialen Gedanken heraus, damit sich ein gefallener Sandler dort wieder aufrichten kann? Und: Kann man die Anzeige der Bahnhofstafel auch als „Renn weg – Killerwal“ lesen?

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Interreligiöse Arbeit in der Praxis: Reise zum Martin-Buber-Haus

Oft, wenn ich auf Reisen bin, schreibe ich ein Reisetagebuch. Darin halte ich fest, was ich erlebe, wie es mir geht, und auf Dienstreisen auch meine Pläne und Routinen, um mich geistig und körperlich gesund zu halten. Morgen Früh beginnt meine letzte Dienstreise im Rahmen meiner Arbeitszeit beim Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit und ich möchte die Gelegenheit nutzen, euch einen Einblick in die Praxis des interreligiösen – und internationalen – Dialogs zu geben. Weiterlesen „Interreligiöse Arbeit in der Praxis: Reise zum Martin-Buber-Haus“

Interreligiöse Normalität Teil V: Der Garten der Religionen in Stift Altenburg

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Alle Bilder in diesem Beitrag (c) Davidssplitter, 2018

Als Reaktion auf meinen Abschiedsbrief in der Zeitschrift meiner Arbeitsstelle hat mir unser Beiratsmitglied Altabt Christian von Stift Altenburg eine sehr liebe E-Mail geschrieben, in der er mich auch eingeladen hat, den „Garten der Religionen“ zu besuchen, den sein Stift vor einigen Jahren angelegt hat. Da ich im Sommer ohnehin in der Nähe war und gerade für den Führerschein Autofahren übe, habe ich meine Mischpoche eingepackt und sie wohlbehalten, aber mit überschaubaren 60 kmh Maximalgeschwindigkeit, nach Altenburg gebracht.

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