Die erste Kerze: Moses vs Santa Claus

Weil Feiertage immer eine gute Zeit sind, um sich ins Bett zu kuscheln und Filme zu schauen (außer du bist orthodox und benutzt keine elektrischen Geräte), werde ich hier jeden Tag ein Video aus meiner persönlichen Highlight-Sammlung online stellen, das mit Channukkah im weitesten Sinne zu tun hat.

Das erste Kerzenzünden fällt für uns in diesem Jahr genau auf den ersten Advent. Man kann das natürlich als Zeichen der Gemeinsamkeit und Verbundenheit sehen. Aber spaßhalber teile ich mit euch mein liebstes Epic Rap Battle of History: Moses VS Santa Claus.

Geliebter Goj – Das Balthasar-Update

Mein Freund hat endlich meine Texte über ihn gelesen und so findet er sie

„911 Aufrufe und 236 Besucher_innen diesen Monat!“, jauchzte ich und hielt Balthasar mein Handy mit der Blogstatistik unter die Nase (Danke an euch alle an dieser Stelle!). „Und stell dir vor, das einzige bekannte Suchwort: ‚Goj‘“.

Wir waren im Zug auf der Heimreise von Tschechien. Zugegebenermaßen war das nicht das erste Mal, dass Balthasar Interesse an den Texten über ihn zeigte. Das erste Mal war noch vor den Hohen Feiertagen gewesen, aber da war ich zu beschäftigt, um gleich einen Blogpost zu schreiben. Auch wenn mir danach zumute war, denn auf diesen Moment hatte ich schon lange gewartet. Weiterlesen „Geliebter Goj – Das Balthasar-Update“

Die Sache mit der Sichtbarkeit

Wie ich an einem Abend ein T-Shirt mit einem fetten Davidstern trug und beschloss, daraus keine Challenge zu machen

An jenem Abend hatte ich ein Interview mit Peter Wesely vom Verein Wirtschaft für Integration, der meinen Blog in seiner Serie „Mutmacher“ vorstellen wollte (Hier ist der Link zu seinem Text – vielen Dank noch einmal dafür!). Da ich wusste, dass er auch ein kurzes Video drehen wollte, habe ich mein Shalom, Oida!-T-Shirt vom jüdischen Filmfestival angezogen, das ihr schon von diesem Blogpost her kennt. Mag sein, dass ich damit Klischees bedient habe, aber ich finde das T-Shirt einfach cool. Jedenfalls trete ich auf die Straße und auf einmal sackt die Erkenntnis schwer in meine Magengrube: Ich gebe gerade zeitweilig einen Teil des Privilegs auf, das mich mein ganzes Leben lang begleitet und beschützt hat: Nicht als Jüdin erkennbar zu sein.[1] Weiterlesen „Die Sache mit der Sichtbarkeit“

Interreligiöse Normalität Teil V: Der Garten der Religionen in Stift Altenburg

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Alle Bilder in diesem Beitrag (c) Davidssplitter, 2018

Als Reaktion auf meinen Abschiedsbrief in der Zeitschrift meiner Arbeitsstelle hat mir unser Beiratsmitglied Altabt Christian von Stift Altenburg eine sehr liebe E-Mail geschrieben, in der er mich auch eingeladen hat, den „Garten der Religionen“ zu besuchen, den sein Stift vor einigen Jahren angelegt hat. Da ich im Sommer ohnehin in der Nähe war und gerade für den Führerschein Autofahren übe, habe ich meine Mischpoche eingepackt und sie wohlbehalten, aber mit überschaubaren 60 kmh Maximalgeschwindigkeit, nach Altenburg gebracht.

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Geliebter Goj – Was wäre, wenn?

Es ist schön, eine interreligiöse Beziehung zu haben. Man hat einen Haufen romantischer Projektionen bezüglich der Religion der_s Partner_in und lässt sich auch von dessen_deren realitätskundigen Protesten schwer desillusionieren. Weiterlesen „Geliebter Goj – Was wäre, wenn?“