Interreligiöse Normalität Teil III: Bagels bei 1683

Mancherorts ist die Welt schon gut. Dort, wo es Platz für mehr als eine Religion gibt und wo niemand Angst hat, dass ihm ein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auch an Minderheiten denkt. Ich nehme euch mit an ein paar Lieblingsorte, wo Menschen unterschiedlicher Religionen Raum füreinander gemacht haben. Heute erzähle ich euch von einem ganz besonderen Ausflug ins 1683. Nein, nicht das Jahr. Weiterlesen „Interreligiöse Normalität Teil III: Bagels bei 1683“

„Niemand streichelt dich.“ Ein Unterschied im Leben von Muslim_innen und Jüd_innen

Vor einiger Zeit bin ich mit einer muslimischen Freundin auf einen Tee zusammengesessen. Dabei hat sie mir ihr Leid geklagt über die vielen Nichtmuslim_innen, die sie schon aufgrund ihres Kopftuchs für eine Terroristin halten, erstaunt sind, wenn sie hören, dass sie Post-Doc auf einer renommierten deutschen Universität ist und ihr ganz generell ihre Projektionen aufdrücken. „Das ist die Realität“, seufzte sie, „Niemand streichelt dich.“

Nun, wir Jüd_innen haben genau das umgekehrte Problem. Weiterlesen „„Niemand streichelt dich.“ Ein Unterschied im Leben von Muslim_innen und Jüd_innen“

Interreligiöse Normalität Teil II: Veganista

Mancherorts ist die Welt schon gut. Dort, wo es Platz für mehr als eine Religion gibt und wo niemand Angst hat, dass ihm ein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auch an Minderheiten denkt. Ich nehme euch mit an ein paar Lieblingsorte, wo Menschen unterschiedlicher Religionen Raum füreinander gemacht haben. Wenn die Temperaturen steigen, können Jüd_innen, Muslim_innen und alle anderen trotzdem ganz cool bleiben und miteinander Eis essen gehen – dafür sorgt Veganista.

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Patschi Handi Zam. Von Jüd_innen, Muslim_innen und dem Handgeben

Eine Erfahrung mache ich immer wieder, wenn mir im Kontext von interreligiösem Dialog Muslime (ja, hier sind nur Männer gemeint) begegnen: Sie strecken mir zur Begrüßung fast übereifrig die Hand entgegen. Es wirkt, als müssten sie zunächst einmal beweisen, dass sie hierher gehören, nach Österreich, die österreichischen Gebräuche kennen und Frauen selbstverständlich als Gegenüber auf Augenhöhe akzeptieren. Weiterlesen „Patschi Handi Zam. Von Jüd_innen, Muslim_innen und dem Handgeben“

Jüdische Spuren entdecken

Jüdische Spuren Entdecken
Christin auf Spurensuche. Alle Bilder dieses Beitrags sind Eigentum von Davidssplitter und dürfen ohne vorher erteilte Erlaubnis nicht vervielfältigt oder verändert werden. In Deutsch: Ich hätte ganz gerne Kontrolle über das Werk meiner Hände, bittedanke;-)

Bei mir in der Arbeit gibt es eine Bücherwand, die voll ist mit Titeln wie „Verloschene Spuren“ oder „Jüdische Spuren in Soundso“. Regelmäßig werden Exkursionen und Veranstaltungen über jüdische Spuren hier und dort abgehalten. Als ich letztens eingeladen wurde, einen Vortrag zu „Jüdischen Spuren in den Evangelien“ zu halten, hat es mir gereicht. Was will man jüdische Spuren suchen in Texten, die teils von Juden über einen Juden und seine jüdischen Anhänger in Judäa geschrieben wurden? Weiterlesen „Jüdische Spuren entdecken“

Meine Epic Fails im interreligiösen/interkulturellen Dialog – Teil I: Peinlichkeiten mit Palästinenser_innen

Oft schreibe ich darüber, was den Dialog mit nichtjüdischen Leuten (insbesondere Christ_innen) besonders nervig oder schwierig macht. Aber ich bin definitiv auch nicht frei von Fehlern. Hier sind einige Situationen, in denen ich dialogmäßig ziemlich versagt habe. Weiterlesen „Meine Epic Fails im interreligiösen/interkulturellen Dialog – Teil I: Peinlichkeiten mit Palästinenser_innen“

Gedankensplitter: Was soll interreligiöse Zusammenarbeit sein?

Wenn mein Freund und ich zusammen das Bett überziehen oder Wäsche aufhängen, nennen wir das scherzhaft „christlich-jüdische Zusammenarbeit“. Das ist ein leichter Umgang mit einem nicht ganz so leichten Begriff. In diesem Semester darf ich gemeinsam mit einer wunderbaren praktischen Theologin ein Seminar an der Uni halten, bei dem es um die Grundlagen des trilateralen interreligiösen Dialogs geht. Eine Frage, die unsere Studierenden sehr bewegt hat und die sie unserem Gastreferenten letzte Woche gestellt haben, war: Durchs Reden kommen die Leut zam – und was dann? Also, was können Menschen unterschiedlicher Religionen miteinander tun? Ab wann ist etwas interreligiöser Dialog? Ich bin beispielsweise mit einer muslimischen Freundin einmal die Woche laufen gegangen. Dabei haben wir wortwörtlich über Gott und die Welt (und das Jenseits, das ihr ganz wichtig ist) geredet. Ist Laufen gehen an sich schon interreligiöse Zusammenarbeit? Oder erst das Reden über unsere Religionen? Mich interessiert eure Meinung dazu sehr. Hinterlasst mir doch einen Kommentar und diskutiert die Frage mit euren Freund_innen!