Jüdische Spuren entdecken

Jüdische Spuren Entdecken
Christin auf Spurensuche. Alle Bilder dieses Beitrags sind Eigentum von Davidssplitter und dürfen ohne vorher erteilte Erlaubnis nicht vervielfältigt oder verändert werden. In Deutsch: Ich hätte ganz gerne Kontrolle über das Werk meiner Hände, bittedanke;-)

Bei mir in der Arbeit gibt es eine Bücherwand, die voll ist mit Titeln wie „Verloschene Spuren“ oder „Jüdische Spuren in Soundso“. Regelmäßig werden Exkursionen und Veranstaltungen über jüdische Spuren hier und dort abgehalten. Als ich letztens eingeladen wurde, einen Vortrag zu „Jüdischen Spuren in den Evangelien“ zu halten, hat es mir gereicht. Was will man jüdische Spuren suchen in Texten, die teils von Juden über einen Juden und seine jüdischen Anhänger in Judäa geschrieben wurden? Weiterlesen „Jüdische Spuren entdecken“

Interreligiöse Normalität Teil I: The Tablecloth Shop

Oft habe ich hier gesudert. Für die, die nicht wissen, was sudern ist: es heißt so viel wie koffern.[1] Auch nicht? Na gut, ich habe mich beklagt. Aber ich möchte auch zeigen, dass die Welt mancherorts schon gut ist, dort, wo es Platz für mehr als eine Religion gibt und wo niemand Angst hat, dass ihm ein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auch an Minderheiten denkt. Ich nehme euch mit an ein paar Lieblingsorte, wo Menschen unterschiedlicher Religionen Raum füreinander gemacht haben. Nachdem vor nicht allzu langer Zeit Pessach und Ostern waren, fange ich mit einer glücklich machenden Entdeckung auf der Taborstraße an. Weiterlesen „Interreligiöse Normalität Teil I: The Tablecloth Shop“

Warum ich meine Arbeit verlasse

Seit ich ein Teenager war, wollte ich im interreligiösen Dialog arbeiten. Diesen Traum habe ich in verschiedenen Einrichtungen verwirklicht, zuletzt in einer guten, kreativen Position in einem soliden, spezialisierten Verein. Nach bald drei Jahren dort möchte ich aber aufhören. Weiterlesen „Warum ich meine Arbeit verlasse“

Gimme the Kitsch!

Mir ist klar, dass für praktizierende Christ_innen Weihnachtsramsch und Osterrummel kein authentischer Ausdruck der religiösen Bedeutung ihrer Feiertage sind. Aber die in glänzende Folie eingehüllten Schokoladennikoläuse und die bunt gefärbten Ostereier, die inflationär die Supermärkte schon Monate von dem eigentlichen Fest überfluten, sind auch Reviermarker des so genannten „christlichen Abendlandes“. Weiterlesen „Gimme the Kitsch!“

Antisemit_innen, die glauben, keine zu sein – Teil II

Es gibt Begegnungen, die mich eine Woche lang nicht zur Ruhe kommen lassen, nach denen ich anfange zu weinen und verwirrt erst einmal analysieren muss, warum. Es sind die Begegnungen mit Personen, die selber glauben, dass sie gute Absichten haben, deren Sprachgebrauch und Äußerungen mich aber fassungslos machen. Sie lächeln und wollen in gutem Einvernehmen bleiben, während sie davor Wort um Wort in meine Seele gerammt haben. Ich bin so paralysiert, dass ich mitspiele und mich zu überzeugen versuche, dass das ja Personen sind, die es wenigstens gut meinen. Aber an den folgenden Weinkrämpfen und schlaflosen Nächten merke ich, was diese Begegnungen angerichtet haben.

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Antisemit_innen, die glauben, keine zu sein – Teil I

Es gibt Begegnungen, die mich eine Woche lang nicht zur Ruhe kommen lassen, nach denen ich anfange zu weinen und verwirrt erst einmal analysieren muss, warum. Es sind die Begegnungen mit Personen, die selber glauben, dass sie gute Absichten haben, deren Sprachgebrauch und Äußerungen mich aber fassungslos machen. Sie lächeln und wollen in gutem Einvernehmen bleiben, während sie davor Wort um Wort in meine Seele gerammt haben. Ich bin so paralysiert, dass ich mitspiele und mich zu überzeugen versuche, dass das ja Personen sind, die es wenigstens gut meinen. Aber an den folgenden Weinkrämpfen und schlaflosen Nächten merke ich, was diese Begegnungen angerichtet haben.

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