Reisetagebuch Heppenheim, Tag 1, Stand 16:58

Wegrennen vor dem Killerwal, Routine und Restmüll, Gender und Germanen

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Heute wird hauptsächlich ein Reisetag. So was ist nicht nur aufregend, sondern hat auch seine unerfreulichen und rätselhaften Seiten. Die Bierfahne, die den hustenden und rotzenden Mann dir gegenüber umweht. Die Festhalteschlaufe eines Wiener Busses, die unvermittelt an einer Säule hängt. Warum? Hat jemand sie aus Jux und Tollerei dort hingehängt? War es aus einem sozialen Gedanken heraus, damit sich ein gefallener Sandler dort wieder aufrichten kann? Und: Kann man die Anzeige der Bahnhofstafel auch als „Renn weg – Killerwal“ lesen?

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Interreligiöse Arbeit in der Praxis: Reise zum Martin-Buber-Haus

Oft, wenn ich auf Reisen bin, schreibe ich ein Reisetagebuch. Darin halte ich fest, was ich erlebe, wie es mir geht, und auf Dienstreisen auch meine Pläne und Routinen, um mich geistig und körperlich gesund zu halten. Morgen Früh beginnt meine letzte Dienstreise im Rahmen meiner Arbeitszeit beim Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit und ich möchte die Gelegenheit nutzen, euch einen Einblick in die Praxis des interreligiösen – und internationalen – Dialogs zu geben. Weiterlesen „Interreligiöse Arbeit in der Praxis: Reise zum Martin-Buber-Haus“

Lasst uns über Georg Egger reden

Wie es ist, sowohl Opfer- als auch Täternachkommin zu sein

Mittlerweile gibt es Forschung zu den Traumata, die von Generation zu Generation innerhalb der Familien der Opfer der Schoah weitergegeben werden. Auch gibt es Forschung zu Denk- und Verhaltensmustern, die häufig in Täterfamilien auftauchen. Ersteres wird mit transgenerationalem Trauma bezeichnet, Zweiteres würde ich eher eine transgenerationale Verstrickung nennen. Aber es gibt so gut wie kein Material dazu, was es bei Menschen auslöst, sowohl Opfer- als auch Tätervorfahr_innen zu haben.[1] So wie ich zum Beispiel.

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Gastbeitrag auf y-nachten.de: Mission is possible, aber manchmal trotzdem unmöglich

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Als ich im Mai das letzte Mal für y-nachten.de geschrieben habe, haben sich zwei Themen angeboten: Das Auswandern und die stärker werdende Missionsbewegung in der katholischen Kirche. Ersteres ist mir leichter gefallen, daher habe ich es zuerst aufgegriffen; letzteres war sehr schwierig, aber es hat sich ausgezahlt. Um zu diesem Text zu kommen, habe ich drei Entwürfe geschrieben, einige Gespräche mit Katholik_innen geführt und, na ja, zumindest das Vorwort eines Buches gelesen. Danke an Franca und die anderen Redakteur_innen für eure Geduld, Unterstützung und das Abfeiern des letzten Satzes auf Twitter!

Die Sache mit der Sichtbarkeit

Wie ich an einem Abend ein T-Shirt mit einem fetten Davidstern trug und beschloss, daraus keine Challenge zu machen

An jenem Abend hatte ich ein Interview mit Peter Wesely vom Verein Wirtschaft für Integration, der meinen Blog in seiner Serie „Mutmacher“ vorstellen wollte (Hier ist der Link zu seinem Text – vielen Dank noch einmal dafür!). Da ich wusste, dass er auch ein kurzes Video drehen wollte, habe ich mein Shalom, Oida!-T-Shirt vom jüdischen Filmfestival angezogen, das ihr schon von diesem Blogpost her kennt. Mag sein, dass ich damit Klischees bedient habe, aber ich finde das T-Shirt einfach cool. Jedenfalls trete ich auf die Straße und auf einmal sackt die Erkenntnis schwer in meine Magengrube: Ich gebe gerade zeitweilig einen Teil des Privilegs auf, das mich mein ganzes Leben lang begleitet und beschützt hat: Nicht als Jüdin erkennbar zu sein.[1] Weiterlesen „Die Sache mit der Sichtbarkeit“

Interreligiöse Normalität Teil V: Der Garten der Religionen in Stift Altenburg

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Alle Bilder in diesem Beitrag (c) Davidssplitter, 2018

Als Reaktion auf meinen Abschiedsbrief in der Zeitschrift meiner Arbeitsstelle hat mir unser Beiratsmitglied Altabt Christian von Stift Altenburg eine sehr liebe E-Mail geschrieben, in der er mich auch eingeladen hat, den „Garten der Religionen“ zu besuchen, den sein Stift vor einigen Jahren angelegt hat. Da ich im Sommer ohnehin in der Nähe war und gerade für den Führerschein Autofahren übe, habe ich meine Mischpoche eingepackt und sie wohlbehalten, aber mit überschaubaren 60 kmh Maximalgeschwindigkeit, nach Altenburg gebracht.

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